Pilze der Region
Das Pilzkundliche Museum kartiert bereits seit den achtziger Jahren die Pilzflora in der weiteren Umgebung von Bad Laasphe. Der Schwerpunkt der Untersuchungen ist das Gebiet des Rothaargebirges zwischen den Städten Schmallenberg, Frankenberg, Marburg und Siegen. Das Rothaargebirge als Teil des Rheinischen Schiefergebirges umfasst neben dem Wittgensteiner Land auch Teile des Siegerlandes, des Sauerlandes, des Waldecker Uplandes und des Hessischen Hinterlandes.

Ohne den Eingriff des Menschen wäre Wittgenstein ein reines Waldland aus Laubwäldern. Die devonischen Gesteine mit geringem Kalkgehalt führen meist zur Ausbildung bodensaurer Rotbuchenwälder. Außerdem entwickeln sich Schluchtwälder mit Ahorn, Esche, Bergulme und Sommerlinde, Birkenbruchwälder und Bacherlenwälder, denen in breiteren Tälern oft Eichen und Hainbuchen folgen. Mitte des 19. Jh. führte die Forstwirtschaft die ertragsreiche Fichte ein, die heute etwa zwei Drittel des Waldbestandes ausmacht.
Viele der guten Speisepilze bevorzugen bodensaure Nadel- und Laubwälder. Aber auch für Pilzfreunde, die nicht nur für die kulinarische Seite der Pilze zu begeistern sind, gibt es im Untersuchungsgebiet zahlreiche, mykologisch interessante Gebiete, wie z.B. Nieder- und Zwischenmoore, Heidelandschaften und Magerrasen.

Das Kartierungsgebiet des Pilzkundemuseums Bad Laasphe umfasst die Umgebung bis etwa 75 km Entfernung (Kartenblätter MTB 4712 als obere, westliche Grenze bis MTB 5320 als untere, östliche Grenze). Zum jetzigen Zeitpunkt sind über 2000 Arten nachgewiesen worden. Besonderen Anteil daran haben die ehemaligen Museumsleiter Heinrich Lücke und Dr. Lothar Krieglsteiner, die Lehrgangsleiterinnen Christa Münker und Christine Hahn, sowie Mitglieder des Vereins Freunde und Förderer der Pilzkunde u.a. Dr. Gerhard Guthöhrlein, Wolfgang Schößler und Dr. Matthias Theiß.
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